Sandra Lüpkes - Das Hagebutten-Mädchen

Auf Juist wurde Kai Minnert, der Antiquitätenhändler umgebracht. Zum selben Zeitpunkt findet das Inseltreffen aller ostfriesischen Insulaner auf Juist statt. Und unter so vielen Menschen ist der Mörder schwer zu ermitteln - erst recht, wenn Kommissar Axel Sanders und Hauptkommissarin Wencke Tydmers bloß zu zweit ermitteln.
War der Mörder Minnerts Lebensgefährte Henner Wortreich? War es Henners Schwester Astrid, die vor vielen Jahren mit Kai verlobt war - bis sich zwischen Henner und Kai eine Beziehung entwickelte? War es Gerrit Kreuzfeldt, Astrids Ehemann? War es Tjark Bonnhofen, ein Immobilienmakler, der geschäftlich mit Minnert zu tun hatte? Oder war es ein Antiquitätenhändler von einer der anderen Inseln?
Die ganze Geschichte ist anscheinend sehr kompliziert, und keiner der fremden Insulaner darf Juist verlassen, da praktisch jeder unter Mordverdacht steht. Zudem verheimlicht Henner Wortreich der Polizei etwas. Er will, dass Astrid für ihn ein wertvolles handgefertigtes Akkordeon - das Hagebutten-Mädchen - versteckt, welches irgendein Geheimnis birgt. Außerdem findet der Kommissar Axel Sanders bei einer Hausdurchsuchung Henners Waffenschein für eine Walther 7,65. Henner wiederum wurde mit der zierlichen Hauptkommissarin Wencke Tydmers alleine am Strand gesehen - und Sanders, der seit Neustem für seine Vorgesetzte zärtliche Gefühle hegt, zählt eins und eins zusammen? Denn letztendlich findet sich gar kein Mörder - nur Sanders hat einen neuen Toten am Hals.

Sandra Lüpkes, Das Hagebutten-Mädchen
Sandra Lüpkes, Das Hagebutten-Mädchen

Was mir an diesem Buch gefallen hat, ist, dass es sehr leicht zu lesen ist. Es gibt so Bücher, die kann man in einem Weg lesen, da muss man noch nicht mal viel denken - dieses Buch ist so eins. Die Geschichte ist leicht verständlich, so auch das Ende, auch wenn es, wie in allen Krimis, irgendwie verworren ist.

Die Geschichte an sich ist auch interessant, sie klingt so... aus dem Leben gegriffen, da alle Personen, die im Krimi auftauchen Vor- und Nachnamen haben und mit diesen Namen beschrieben werden. Zum Beispiel steht dort immer, wenn es um die Hauptkommissarin geht der komplette Name "Wencke Typdmers" und nicht nur "Kommissarin Tydmers" oder "Wencke".

Allerdings ist der Krimi, dadurch, dass er so leicht zu lesen ist, auch nicht wirklich sehr fesselnd. Verglichen mit einem Sherlock Holmes ist dieses Buch noch relativ ausbaufähig - was aber nicht heißen soll, dass es nicht spannend ist.

Es gibt noch weitere Bücher von Sandra Lüpkes, in denen es auch um die Kommissarin Wencke Tydmers geht, wenn mir noch ein mal so eins zu fliegt, werde ich es auch lesen. Ich würde sagen, so ein Buch ist gut im Zug oder im Flugzeug zu lesen, weil man es auch mal kurz weglegen oder auch einfach mittendrin aufhören kann, ohne hibbelig zu werden, weil man nicht weiß wie es weiter geht (ja, so geht es mir manchmal, bei ganz spannenden Büchern -  die kann man plötzlich nicht mehr aus der Hand geben...).

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