Janne Teller - Nichts (was im Leben wichtig ist)

Janne Teller - Nichts (was im Leben Wichtig ist)
Janne Teller - Nichts (was im Leben Wichtig ist)

Pierre Anthon verlässt die Schule, weil nichts gibt, was im Leben wichtig ist. Danach setzt er sich auf einen Pflaumenbaum und wirft seine Mitschüler mit Pflaumen ab, während er ihnen Dinge zu ruft, die ungefähr so klingen: "Ich habe gemerkt, dass es im Leben nichts wichtiges gibt und nach dem Leben werde ich auch nichts sein und vergessen werden. Daher übe ich mich jetzt schon im Nichtstun und Nichtssein. Tut das auch! Ihr seid auch nichts und es gibt nichts, das von Bedeutung ist."

Die verärgerten Mitschüler wollen sich das nicht gefallen lassen und opfern Dinge, die von Bedeutung sind. Anfangs sind es noch harmlose Gegenstände, wie Lieblingsbücher und grüne Sandalen. Es wird aber immer schlimmer und schließlich muss Gerda ihren Hamster hergeben, Sofie ihre Unschuld und Jan Johan, der beste Gitarrenspieler der Klasse, seinen Zeigefinger. Auch der Sarg von einem toten Baby soll auf den Berg der Bedeutung kommen. Schließlich erfährt die Weltpresse von dem Berg der Bedeutung und ein New Yoker Museum interessiert sich für dieses sagenhafte Kunstwerk. Doch Pierre Anthon bleibt unberührt. Und das gefällt seinen Mitschülern gar nicht.

Die ersten zwei Worte, die mir einfallen, um dieses Buch zu beschreiben lauten:

Makaber und tiefgründig.

Das beides ist dieses Buch auf seine besondere Art und Weise.

 

Janne Teller schreib mutig über das NICHTS und die Bedeutung - wenn es sie denn gibt. Dabei stellt sie dar, was alles geschehen kann, dass die Suche nach Bedeutung gefährlich werden kann und vielleicht selbst bedeutungslos ist. Das alles regt zum Nachdenken an und wirft (vielleicht) altbekannte Fragen auf: Warum gibt es uns? Was für einen Sinn hat unser Leben? Was ist nach dem Leben? Was ist mit dem Vergessen und dem Nichts?

Das Makabere an der ganzen Geschichte wird besonders duch die schlichte Darstellung des Geschehens aus der Perspektive einer "Zeugin" betont. Man sieht den guten Gedanken hinter allem. Man fühlt mit Pierre Anthons Klassenkameraden und muss selbst nachdenken.

 

Was mich an diesem Buch erstaunt hat, ist, dass hinten im Umschlad drin steht, es sei erst in den dänischen Schulen verboten worden, es zu lesen. Das ist ein starkes Stück und ich wundere mich wie das kommt. Denn eigentlich ist es ein super Buch, für alle, die einen kleinen Denker im Kopf haben.

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