Johanna Spyri - Heidi

Johanna Spyri - Heidi
Johanna Spyri - Heidi

Mit gerade einmal fünf Jahren wird die kleine Heidi von ihrer Cousine Dete auf die Alm zum Alm-Öhi gebracht. Dete kann sich nicht weiter um sie kümmern und der Alm-Öhi ist Heidis einziger Verwandter, ihr Großvater. Doch die Leute im Dörfli sagen, er sei ein grimmiger Mensch, böse und von Gott abgewandt, und sie befürchten, dass es Heidi dort schlecht ergehe.
Allerdings lebt sich Heidi schnell auf der Alm ein, sie ist von allem begeistert: Vom Geißenpeter und seinen Geißen, dem Raubvogel, den Bergen, der duftenden Blume und am meisten vom Sonnenuntergang in den Alpen. Heidi geht es gut beim Großvater und sie schafft es, ihn in der Seele zu verändern. Der Alm-Öhi, der sich sonst gar nicht aus seiner Hütte ins Dorf bewegen ließ, tut auf Bitten Heidis für die Familie des Geißenpeters Gutes und kümmert sich vorbildlich um seine Enkelin.
Eines Tages steht jedoch Dete vor der Tür, um Heidi mit nach Frankfurt zu nehmen. Heidi mag nicht mitkommen, doch sie wird von Dete überredet, sie könnte ja immer wieder nach Hause kommen, wenn ihr danach sei. Schon bald merkt Heidi, dass dem nicht so ist. Im Hause Sesemann herrschen seltsame Regeln und die Haushälterin kann mit der Natürlichkeit des Mädchen nicht umgehen. Und Heidi bekommt schreckliches Heimweh, kann aber keinem davon erzählen.

 Wusstest du, dass Heidi schon 135 Jahre alt ist? Nein, ich hätte das auch nicht gedacht, habe mir dann aber das Nachwort durchgelesen und es erfahren.
Die Geschichte des Mädchens ist eine sehr, sehr schöne Geschichte, voll von Freude. Es gibt in ihr auch viel Traurigkeit, doch die Erzählung ist mit noch mehr Freude gefüllt. Heidi ist ein herzensgutes und ursprüngliches Mädchen, das gefällt mir besonders. Ich mag ihren Charakter und die Art und Weise, wie sie beschrieben wird. Sie bewirkt so viel Gutes und genau das macht die Erzählung so schön. Hoffentlich gehe ich keinen Schritt zu weit, wenn ich sage, man könne Heidi als ein modernes Märchen verstehen. In Johanna Spyris Roman wirkt alles so harmonisch, alles hat oder findet seine Ordnung.
Zudem konnte ich beim Lesen sehr gut mit Heidi mitfühlen, auch mit dem Alm-Öhi, was wohl an der Sprache und Ausdruckweise der Autorin liegen mag. Es ist alles sehr leicht zu verstehen, obschon der Roman vor so langer Zeit geschrieben wurde und die Sprache manchmal etwas seltsam ist (liegt vielleicht auch an den schweizer Begriffen - ein Schopf ist zum Beispiel ein Schuppen und hat nichts mit Haaren zu tun).
Heidi ist ein wunderbares Buch, das es verdient gelesen zu werden - auch wenn die Zeichentrick-verfilmung aus den 90ern auch sehr gut gelungen ist. Vieles konnte ich im Buch wieder finden und wenig wurde verändert.
Wenn du ein gutes Kinderbuch suchst oder grade einen Roman mit einem Happy-End brauchst, dann ist Heidi eine vortreffliche Wahl.

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