Trudi Canavan - Magier. Das Zeitalter der Fünf

Trudi Canavan - Magier. Das Zeitalter der Fünf
Trudi Canavan - Magier. Das Zeitalter der Fünf

Nachdem die Pentadrianer im Krieg gegen die Zirkler verloren haben, gibt es auf der Welt trotzdem noch weitere Konflikte. Auraya von den Weißen soll mit den Traumwebern und zirklischen Priestern ein Hospital einrichten und außerdem dem Volk von Si, den Siyee helfen. Diese leiden an einer schlimmen Krankheit, die sich wie eine Seuche ausbreitet. In Si hilft ihr ein Mann, den sie einmal kannte, doch die Götter, denen sie dient, wollen diesen Mann töten, sie verfolgen ihn schon seit langer Zeit.

Ebenso wird seine Gefährtin verfolgt, sie ist auch eine der Wilden. Doch Emerahl versucht den Kontakt zu weiteren Wilden aufzunehmen, daher hält sie sich am Meer auf.

Im Meer lebte einst die Prinzessin Imi, Tochter des Königs der Elai. Auch ihr ergeht es nicht gut, denn bei einem waghalsigen Unternehmen wird sie verschleppt und kommt schließlich zu den Pentadrianern in Ithania, die ihr helfen. Revian und Imenjia geleiten die Prinzessin zurück nach Hause.

Kennt ihr diese Bücher, die eigentlich echt langweilig sind, aber dann doch spannend genug, dass man sie weiter lesen muss? Schrecklich, sowas, nicht wahr?

Tja. Leider ist Trudi Canavans Roman ein solches Buch. Man kann es wohl so im Bus lesen oder so, aber sich mal so hinsetzen und lesen, das geht nicht. Gar nicht. Dafür ist die Geschichte leider einfach zu zerstückelt. Klar, es ist ein besonderes Stilmittel verschiedene Handlungsstränge am Ende zusammenzuführen und alles zu einem Ganzen werden zu lassen. Nur leider ist Trudi Canavan das hier nicht ganz gelungen. Jedes Mal, wenn ich wieder von meiner Lieblingsperson gelesen habe, war nach drei Seiten der Fokus auf jemand anderes. Damit meine ich jemand ganz anderes, andere Geschichte, anderer Ort, andere Aufgaben. Bis sich die ersten Verbindungen ergeben muss man drei Viertel des Buches durchgelesen haben und das ist mir zu anstrengend. Der Schreibstil ist sehr gut und der Roman ist leicht zu lesen (und auch gut übersetzt!), daher ist es auch so gut für unterwegs, aber die Sprünge finden zu oft statt und sind zu groß.

Etwas Positives ist, dass man schnell die beschriebene Welt versteht. Ich habe dieses Buch mal vor einiger Zeit zu Weihnachten bekommen, es ist das zweite einer Trilogie, das wusste der Schenker wohl nicht. Aber trotz des fehlenden Wissens vom ersten Band kann ich die Geschichte(n) im zweiten Teil gut mitverfolgen. Ferner finde ich es interessant, dass Trudi Canavan so häufig die Figuren sprechen lässt. Es finden sich zahlreiche kursiv gedruckte Stellen im Buch wieder, wo man die Gedanken der Personen in der Ich-Form vermittelt bekommt, obwohl der Erzähler aus der Er/Sie-Perspektive erzählt. Das gefällt mir. Vor allem, dass die Figuren sich untereinander via Gedanken vernetzen und kontaktieren können, das bildet irgendwie witzigerweise das Äquivalent zum Handy.

 

Dennoch muss ich erwähnen, ich habe das Buch jetzt weggelegt (bin auf Seite 625 von 788), da es mir einfach nicht das bietet, was ich lesen möchte. Und es passiert mir sehr sehr sehr selten, dass ich Bücher zur Seite lege, das letzte Mal war es Oliver Twist und das war vor einigen Jahren.


EDIT, 30.05.2015 - Ich habe es doch nicht weglegen können (weil ich mir gegenüber dem Buch dann so unfair vorkam) und jetzt letztendlich durchgelesen. Zum Ende hin ist Magier. Das Zeitalter der Fünf doch etwas spannender geworden, wahrscheinlich, damit der Leser gespannt auf den letzten Teil der Trilogie warten kann.

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