P.C. & Kristin Cast - House of Night / Erwählt

House of Night / Erwählt - Rezension
P.C. & Kristin Cast - Erwählt

Spoilerwarnung - das hier ist der dritte Teil der House of Night Reihe - der erste heißt Gezeichnet, der zweite Betrogen.


Nachdem Zoey ihren eigentlich-dann-aber-doch-nicht-Exfreund Heath vor dem grässlichen Monster, das einmal ihre beste Freundin Stevie Rae war, retten konnte und sich durch ein paar unschlaue Kommentare mit Neferet angefeindet hat, setzt sie nun alles dran, um Stevie Rae von den untoten Toten zurückzuholen. Dabei bekommt sie die unerwartete Unterstützung von Aphrodite, die anscheinend Buße tun will.

Doch nicht nur eine Zombie-Vampyr-Stevie Rae, die ziemlich gefährlich werden kann, ist Zoeys Problem. Auch ihr Liebesleben spielt verrückt. Ihre (ehemalige) Familie sowieso. Mit mehr als einem Freund gleichzeitig und einer Menge Lügen kommt man normalerweise nicht weit. Das darf Zoey auch schnell erfahren.

Außerdem geschehen noch mehr seltsame Dinge. Ein Lehrer aus dem House of Night wird von irgendjemandem getötet. Und der Mörder hinterlässt eine Botschaft, der für Zoey eigentlich in eine klare Richtung weist.

Wenn jemand meine Rezension zu Betrogen gelesen hat, dann weiß der oder die hoffentlich, was ich mit diesem Satz meine:

Wie kann man nur so irren.

Lass mich das erklären. In der Rezension schreibe ich: "Zoey Redbird ist einfach ein so guter Charakter - nicht zu perfekt, sehr menschlich und nobel."  Eigentlich hätte es mir schon da auffallen müssen, aber da hatte ich, wie gesagt noch ein Book-Hangover. Zoey Redbird ist nicht gut. Klar, sie ist nicht die Böse im House of Night, das ist schon Neferet. Doch sie ist definitiv nicht gut. Sie benimmt sich wie der letzte Depp und verheimlicht ihren Freunden einfach alles. Sie hat sage und schreibe DREI feste Freunde gleichzeitig. Und sie will mit zweien davon Schluss machen, aber dann doch nicht. Im zweiten Band ist ihr Verhalten vielleicht noch nobel (oder so). Sie hat fünf Ideale an denen sie festhält und auf denen die neuen Töchter der Dunkelheit basieren sollen - Aufrichtigkeit, Treue, Strebsamkeit, Einfühlsamkeit und Gerechtigkeit (keitkeitkeitkeit.... Ich werd verrückt). Während ihre Freunde diesen Ideen folgen ist sie unehrlich, untreu, ungerecht und nicht grade ein großes Ideal. Ja, sie ist nicht perfekt.

So viel ich aber jetzt schimpfen mag, Zoey ist menschlich. Sie versucht immerhin Stevie Rae zu retten. Und das kostet sie ziemlich viel.

Noch menschlicher hingegen wird Aphrodite. Ich mag ihre Veränderung. Sie ist ehrlich und einfühlsam und versucht für Gerechtigkeit zu sorgen, indem sie Buße tut. Sie lebt nach den Idealen, obwohl sie sie selbst als schwachsinnig bezeichnet. Irgendwie kommt mir das vor, als sei sie ein neues, gutes Gegenstück zu Zoey. Leider wird sie in diesem Rettungsakt für Stevie Rae zum Menschen und verwandelt sich zurück. Das ist Schade. Ich mochte ihre neue Art wirklich.

Ferner hat mir die Handlung generell gefallen. Besser als im ersten und zweiten Band, diesmal wurde es verworrener. Im zweiten Teil war es irgendwie klar, dass Chris und Brad von den Grusel-Gruft-Zombies getötet wurden. Hier war es nicht so eindeutig, was jetzt Blakes Rolle war und auch Erik Night... Alles geht nun ein bisschen tiefer.

Ein bisschen flach ist die Handlung immer noch. Aber das ist nicht so schlimm, mir gefällt das House of Night total. Der Schreibstil (den ich in jeder Rezension erwähne) macht alles wieder wett. Und mann, man kriegt leider auch schnell Mitgefühl für Zoeys ungerechtes Verhalten.

 

Hey, das war mal wieder 'ne lange Rezension! ^^

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