Frances H. Burnett - Der kleine Lord

Rezension // der kleine Lord
Frances H. Burnett - Der kleine Lord

Der kleine 7-jährige Junge Cedric Errol ist Sohn eines englischen Hauptmannes, der von seinem Vater verstoßen wurde, da er eine Amerikanerin geheiratet hatte. Cedric ist ein charmanter kleiner Junge, der einen einzigartig guten Charakter hat, da er von seinen Eltern und nach dem Tod seines Vaters von seiner Mutter mit unglaublich viel Liebe erzogen wurde.

Eines Tages taucht jedoch der englische Anwalt Mr Havisham in New York auf und erklärt, Cedric sei der einzig Überlebende Nachfahre des Graf Dorincout und solle nun nach England kommen, um dort von Graf Dorincourt zum Lord erzogen zu werden. Anfangs ist Cedric geschockt, ein Lord zu sein - er ist doch ein waschechter Amerikaner! Doch schließlich kommt er mit nach England, zu seinem Großvater, den er für den gütigsten Mensch auf Erden hält.

Doch dem ist eigentlich nicht so. Graf Dorincourt ist ein selbstsüchtiger, mürrischer, Tyrann, den niemand mag. Doch das Vertrauen und die Zuversicht des kleinen Lords verändern den alten Herrn...

Dieser Roman ist einfach nur süß, wundervoll, total schön, angenehm zu lesen und fantastisch.

Am meisten fasziniert mich der kleine Lord. Er ist ein so liebenswürdiger kleiner Junge mit einem unglaublich gutherzigen Charakter. Er setzt kindliches Vertrauen in alles und jedermann, aber vor allem in seinen Großvater, den Grafen. Das bewirkt eine so interessante Veränderung desselben!

Außerdem ist die Geschichte fesselnd - ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, einfach weil mir die Personen so sympathisch waren und deren Erlebnisse so spannend sind. Gerade wenn man denkt, jetzt ist alles gut im Leben des kleinen Lord Fauntleroy, erfährt man, SPOILERALARM dass er eigentlich keinen Anspruch auf den Titel des Grafen haben soll. ENDE

Doch vor allem bekommt man durch diesen einzigartigen Roman Mut, (wieder) an das Gute im Menschen zu glauben, und dass dieses Gute wie ein Funke auf andere überspringen kann. Es wird gezeigt, dass es sinnvoll ist, aus Liebe zu handeln und auf andere zu vertrauen. Frances H. Burnett zeigt auch sehr gut die Einsamkeit, die mit Selbstsucht und einem grießgrämigen Verhalten einhergeht, jedoch durch Vertrauen und Zuversicht vertrieben werden kann. Ferner sagt die Geschichte, das rechtschaffene Handeln und Bewirken von Gutem füllten das eigene Leben aus.

Ich weiß, dass es eigentlich unrealistisch ist, so eine große Veränderung in einem Menschen einfach nur durch die Gutgläubigkeit eines kleinen Jungen hervorzurufen. Und dass es schwer ist als normaler Mensch so zu handeln und zu lieben, wie es der kleine Lord tut. Doch dies ist ein Roman und er ist perfekt, so wie er ist. In Büchern müssen Dinge sein, die normalerweise nicht geschehen, denn Bücher sind der Schlüssel zur Welt der Tagträume.

Und wenn du nicht aufpasst sind Bücher wie der kleine Lord - so gut, dass sie dich verändern.

Deswegen finde ich es ganz gut, dass "Der kleine Lord" einen übermenschlich guten Jungen darstellt.


... und ich muss sagen - irgendwie erinnert mich dieses Buch an Heidi. Auch eine tolle Geschichte, übrigens!

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