timere saluti suae - Angst ums Ich

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Letztendlich ist es immer nur die Angst, die uns vorantreibt. Angst um uns selbst, Angst um unser Hab und Gut, Angst, zu wenig zu bekommen.

So kann es aber nicht funktionieren, das Zusammenleben. Es darf nicht aus Angst um das Ich besehen, sondern aus Liebe zum Du.

 

Angst kann uns weit bringen. Wir raffen alles zusammen, schlagen uns durch und werden von allen gesehen, weil wir die Besten sind.

Wir? Nein. Es geht dabei nur um das Ich. Ich will etwas haben. Ich will vorne sein. Ich will gesehen werden. Ich will anerkannt werden.

Ich strebe nach so vielem und das raubt mir meine Kraft. Doch die hole ich mir zurück, aus größeren Errungenschaften. Ich sonne mich im Erfolg und lasse mir den Bauch pinseln. Ich bin wichtig. Aber dann kommt jemand und sagt mir, ich bestünde aus nichts, außer aus Angst.

Das kann nicht sein! Ich bestehe nicht aus Angst! Wie kann man so etwas sagen! Ich habe doch so viel, ich werde geschätzt und angesehen! Die anderen.. ja! Die anderen sind böse. Du bist auch böse! Sieh dich an, du hast nichts!

Doch geht es wirklich darum, selbst vorn zu sein? Geht es um das eigene Ich? Ist das nicht zu anstrengend?

 

Es gibt diejenigen, die sich aufopfern und für Andere leben. Sie leben für das Du. Das Meiste, das sie tun, ist, um dem Du zu helfen, um ein Wir entstehen zu lassen. Diese Menschen sind frei. Frei von Ängsten. Sie müssen sich nicht um sich selbst sorgen, sie bestehen nicht aus Besitztümern oder aus Anerkennung. Sie bestehen aus Liebe, aus Demut, aus dem Wir. Sie schöpfen keine Kraft aus Errungenschaften, sie schöpfen Kraft aus ihrer Freiheit. Sie müssen sich nicht darum sorgen, zu verlieren, weil es bei ihnen kein Verlieren gibt. Und kein Gewinnen.

Es gibt ein Miteinander. Es fügt sich alles von selbst zusammen, weil jemand auf sie aufpasst. Das wissen diese Menschen, die für das Wir leben. Denn das Wir trägt sie, das Wir ist auch ein Ich.

 

Und ich erkenne, dass Angst einen weit laufen lässt, aber auch lähmt. Und dass all das, was ich besitze, erreiche und sage, meine Angst bezeugt.

Es ist an der Zeit, frei zu werden.

Es ist an der Zeit loszulassen, abzulassen, von der Angst, dass Ich zu kurz komme.

Das Wir umfasst alle.

Denn Geben ist mehr denn Nehmen.

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